DoctorWhoof – Unsere Story…

Warum sich unsere Geschichte von der Masse abhebt, oder doch nicht?!?!

Teamzuwachs bei DoctorWhoof, denn es wird ganzheitlich!

Bevor ich hier unsere jahrelange Leidensgeschichte von Achaz und mir erzähle… Im Laufe meiner Arbeit an den Pferden kristallisierte sich heraus, dass sich häufig mehrere Problemfaktoren in einem Wechselspiel befinden. Es bedarf einem ganzheitlichen Wissen über das Pferd, um Ursachen und Folgen zu lösen. Daher bieten wir Pferden ab sofort einen stationären Aufenthalt an, um uns als Team dem Pferdewohl, seiner Genesung oder Ausbildung widmen zu können.

Doctor Whoof Hufnotdienst

ŽANETA 

SOBOLOVÁ

 

Huforthopädie und Pferdeerziehung 

 

Hallo, ich bin Zaneta! 

Ich mag saftigen Schokokuchen, Doctor Who, Backpacking, lange Wochentrips mit meinem Rad und alles was nach Abenteuer klingt. 

Warum dieser ganze Wahnsinn und was hat das mit Huforthopädie zutun?

 … mein Pferd Achaz war lange Zeit nicht reitbar, weil er ein befundetes Hufrollenyndrom und Hufkrebs hatte. Also musste ich mir vorerst andere Hobbies suchen! 

Also in erster Linie unserer 5 Jahre langen Leidensgeschichte wegen. 

…und weil Pferde einfach die dankbarsten Kunden sind, die ich kenne. Wenn ich ihnen etwas Gutes tue, zeigen sie es! Das macht Freude!

… und weil mein ursprünglicher Job im Marketing, eine ganz andere Herausforderung ist. Weg vom PC und ab in die Natur!

… Schokokuchen hat nix damit zutun, aber musste mal gesagt werden!

 

Schnappschuss aus Island, während meiner Fahrradreise rund um die Insel


Viele Besitzer verlassen sich auf die Erfahrung der Profis

Anfangs dachte ich, unsere Geschichte sei einzigartig. Meine Erfahrungen der letzten Jahre belegen, dass es viele Pferde mit vermeidbaren Lahmheiten gibt.

Vor vielen Jahren, als noch unerfahrene Besitzerin in Bezug auf Beinprobleme, hatte Achaz und somit auch ich, ein Problem. Er war Lahm und ich nach einiger Zeit am Rande des Wahnsinns, denn eine neue Meinung folgte der Nächsten! 

Letztendlich erhielt er einen Befund mit dem gefürchteten Hufrollensyndrom und ich wurde darauf vorbereitet, dass zukünftig auch noch ein Nervenschnitt folgen müsse. Wie viele andere Besitzer, wusste auch ich nicht wem ich glauben soll, denn jeder sagte etwas anderes.


„Befund – Hufrollensyndrom und Trachtenzwang „


Also kamen die normalen Eisen runter und er erhielt zuerst orthopädische Eisen. Später folgten Eisen mit Keil. Das ging eine Weile gut bis auf das, dass er sich ständig ein Eisen abgetreten hat. „Er war lt. Meinungen, also auch noch zu doof zum Laufen“! Jedoch kam nach drei Jahren der Moment, als wir die Lahmheit nicht mehr durch Eisen mit Keil, etc. beheben konnten und somit standen wir vor dem Thema, dass wir die letzten Jahre versucht hatten zu vergessen. 

„Nervenschnitt! „


Kennst du das Bauchgefühl, dass dir die ganze Zeit sagt – Da stimmt was nicht?

Nach viel Recherche, stand ich mit den verschiedensten Barhufbearbeitern in Deutschland und Österreich in Kontakt. Lernte vieles zu meinen Problematiken, Hufrollensyndrom und Trachtenzwang, und nahm die Eisen runter. 

Zu meiner Zeit gab es leider keinen dieser tollen Ratgeber im Berliner Umland, also geriet ich genau an eine sehr radikale Form von Barhufbearbeiterin. Sie hatte auch das tolle und vielsagende Wissen der Anderen neuen Lehren, aber eine Bearbeitungsmethode die weit über meiner Schmerzgrenze lag. Weshalb ich nach einer Weile lieber den klassischen Barhufbearbeiter ans Pferd ließ. Ein netter Herr mit viel Berufserfahrung, aber leider auch nicht mit helfendem Wissen. 

Zeitweise war es mit Achaz der Horror, da die Lahmheit ums Vielfache schlimmer wurde. Denn dir sagt vorher Keiner, dass die Eisen die Durchblutung im Huf verringern. Barhuf wurde erst wirklich sichtbar, wie schlimm es um ihn stand. Die Situation besserte sich nur für einige Monate, hielt jedoch nicht lange an. Denn leider blieb der Zwang bestehen, die Lahmheit war nicht mit anzusehen und Hufkrebs an einem Bein brachte uns komplett aus der Bahn.


Unsere Rettung – Hufbearbeitung passend zur Anatomie meines Pferdes!

Als ich dann mein Pferdezubehör verkaufen wollte, um Geld für die vielen teuren Behandlungen zusammenzubekommen, wurde mir eine Huforthopädin empfohlen. Ich gebe zu, ich hatte schon seit einigen Monaten mit dem Gedanken gespielt ihn einschläfern zu lassen, weil die Situation nicht mit anzusehen war und mir das Herz blutete. Also versuchte ich es noch ein letztes Mal. Sie war total ausgebucht, kam aber sofort am nächsten Tag, da sie der Zustand zu helfen überzeugt hatte. Ihre ersten Worte: „Ah, Handmade! Kriegen wir hin!“ Das Gefühl, wenn du nach vielen Jahren Verzweiflung jemanden sagen hörst „kriegen wir hin, ist handgemacht“ – unbeschreiblich! 

Achaz´s Hufkrebs war „glücklicherweise“ geringgradig und konnte ohne Tierklinik behandelt werden. Denn finanziell war ich nach diesen vielen Jahren total im Eimer und hätte nicht gewusst, wie ich das hätte auch noch stemmen sollen. Das Hufrollensyndrom war ein Fehlbefund und so machten wir uns an die Korrektur der völlig aus der Form geratenen Hufe. Bereits nach 3 Monaten konnten wir wieder langsam mit Reiten anfangen. Der Wahnsinn!!! Und siehe da, jeden Tag folgte eine neue positive Überraschung der Anderen!


Was wurde alles durch Huforthopädie verändert?

Achaz´s Hufe mussten mehrmals rauswachsen. Alles mit der Zeit. Das war mal ´ne Geduldsprobe!!

  • Spannungsrisse (teils 7 an einem Huf)
  • riesige Hebel
  • lange Zehe
  • Fäule (ca. 5-6 cm tief)
  • Strahl war kaum vorhanden (er war damals nur Daumenbreit! – ja, so schlimm und ich habe Mädchenhände!)
  • Wandrundungen
  • Trachtenzwang

Die Eisen konnten die Symptome nehmen, jedoch nicht die Ursache der Schmerzen und der Lahmheit beheben.

Damals kannte ich mich nicht über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden aus. Und ganz ehrlich, wer als Besitzer soll das denn alles wissen? Ein beschlagener Huf, ob Plastik oder Eisen, verhält sich anders als ein Barhuf.

Als Besitzer ist es hilfreich zu verstehen, was mit dem Huf passiert und ob man das Symptom eingrenzen oder der Ursache auf den Grund gehen will. Wie geht es Achaz jetzt? Er liebt das Gelände und ist lahmfrei! Es geht gut bergauf und wir bereiten mittlerweile unseren ersten Wanderritt vor!

Ab Sommer 2021 bereiten wir uns nun mit stolzen 17 Pferdejahren auf einen Distanzritt vor. Es sind nur etwa 7 Jahre vergangen, dass Achaz hätte eingeschläfert werden sollen. Ihm geht es gesundheitlich gut und ist körperlich in Topform. Kaum zu glauben, was alles möglich ist 😉